Hier in San Francisco gehe ich viel zu Fuß. Etliche der HügeI sind recht anstrengend und nicht geeignet für mein altes Rennrad. Das Auto aus der Garage holen nur um die Zeitung einzukaufen ist doof und ich habe nie rausgekriegt, wie die Busse hier funktionieren.
Ich sehe allerdings immer wieder Leute – meistens alte Frauen mit Einkaufstüten – an den Straßenecken herumstehen. Neulich hatte ich mir gerade bei Swensen’s ein Eis gekauft und stand vor dem Laden, da sah ich sie wieder: immer mehr alte Frauen trafen sich vor einem Laden an der gegenüberliegenden Ecke. Und plötzlich – ich hatte gerade nicht hinübergeschaut – waren sie alle verschwunden.
Also wartete ich ein paar Minuten ab, leckte an meinem Eis und wieder erschienen Leute an der Ecke. Dann sah ich, was sie da wollten: es war eine Bushaltestelle! Der Bus kam, sie stiegen ein und ich ging hinüber und sah, wieso sie das wussten: ein Laternenpfahl hatte ein gelbes Band aufgemalt, auf dem zwei Nummern schabloniert waren; offensichtlich die Nummern der dort vorbeifahrenden Buslinien.

Angesichts dieser Einstellung zur Information von Fahrgästen wundert es mich nicht, dass hier in den USA niemand sein Auto freiwillig aufgibt.
Die Haltestelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite war auch nur an einem Laternenpfahl gekennzeichnet, hier aber immerhin mit den Worten BUS STOP. Sonst nichts, kein Fahrplan, keine Zielangaben, kein Streckenverlauf. Ein gut gehütetes Geheimnis nur für die Eingeborenen. Offensichtlich will niemand mehr Fahrgäste auf den Bussen haben.
Erik, danke für diese Geschichten: Ich hoffe aber auch, dass diese mitsamt dem Blog nicht verschwinden, sollte die Zeit einmal gekommen sein, die jeder als letztes im Leben zu begehen hat.
So ist es mit dem Blog „Neumanns Welt“, eines meiner ehemaligen Lehrer, Uwe Neumann, geschehen, das ein Jahr nach seinem bedauerlichen Scheiden von dieser Welt, vom Management des Augustinum Hamburg gelöscht worden ist.
Und damit über tausend Geschichten über Hamburg und seine Umgebung, die er während der Zeit im Augustinum aufwändig recherchiert hatte. Und nur wenige hat er in seinem letzten Buch publiziert.
Nein, einfach ein klassisches US Rennrad, ein Rivendell, Habe ich vor 12 Jahren gebraucht gekauft von einem Rennfahrer, der damit nur ein Rennen gefahren war. Ist ein wenig rostig, aber läuft prima.
Rennrad ohne Gangschaltung
Die fahren Fixies, weil sie jung und wahnsinnig sind. Eine Art Mutprobe, wie Bungiejumping. Wobei rauf anstrengend ist, runter aber lebensgefährlich. Die meisten haben nämlich keinen Freilauf oder Fücktritt, sondern bremsen nur, indem man die Vorwärtsbewegung der Pedale aufhält mit den Füßen. Und das bei den Gefällen hier!
Heissa, nun blogste aber, was das Zeug hält …
Nach Haltestellen hättest Du nur uns fragen müssen, wir sind reichlich Bus gefahren (wenn auch nicht immer angekommen) ((vor allem nicht von Ost- nach Westküste)).
Ich finde den openbar vervoer in sf fantastisch. Bart-Tickets kaufen per Geldaddition wie bei Briefmarkenautomaten. Und man muss auch noch selber ausrechnen, wenn man mehrere gleichzeitig möchte. muni-tickets wiederum sind Rubbellose, auf denen man sich den Tag und Monat hervor kratzt. Und mir ist immer noch schleierhaft, warum da so viele Rennrad ohne Gangschaltung fahren, bei den Schluchten.
Und wenn’s keinen Laternenpfahl gibt, ist die gelbe Markierung übrigens einfach an der Bordsteinkante. In der Tat ein echter Geheimcode!
Aber da ist SF schon gut, in Detroit sind nicht einmal die verkehrenden Linien angezeigt (und auch sonst nix weiter).
Mir scheint das Absicht zu sein. Busfahren in den USA ist nur etwas für den ärmsten Teil der Bevölkerung – die Touristen will man davon fern halten.
Ja, was das anbelangt erinnert nur das Gelb an die Berliner Verkehrsbetriebe. Allerdings scheint mir, dass allerspätestens beim übernächsten Block eine Bushaltestelle mit Informationen zum Streckenverlauf und Uhrzeiten zu finden ist. Geht dann auch, wenn man sich dran gewöhnt hat. Ich jedenfalls gehe dennoch zu Fuß.