Nicht nur die schiere Anzahl öffentlicher Skulpturen in Mexico City hat mich überrascht, sondern auch die Größe. Diese hier ist zehn Stockwerke hoch und verdeckt ein Abluftrohr der Metro.
Webfonts
Dieses Thema ist so wichtig, dass die Leute schon Videos darüber drehen. Hier ein Interview mit Stephen Coles von FontShop über Typekit, die neue Dienstleistung für Webdesigner.
FontCast #5 — Webfonts Week: Erik Spiekermann from FontShop on Vimeo.
Zahlreiche Nummern
Gut zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin, der überall Zahlen fotografieren muss. Hier hat jemand seine zahlreichen Fotos auf eine Größe gebracht, ausgedruckt und hinter ein Fenster geklebt. Wardour Street in Soho ist die Straße, in der es immer noch viele Farblabors, Ton-und Filmstudios und Designbüros gibt.
Preiswerte Preisschilder
Bevor wir billige Computer und Bürodrucker hatten, mit denen heute jeder seine kleinen Zettel aus Arial setzen und drucken kann, gab es spezielle Systeme zum Anzeigen von Preisen und Waren in Läden und Kneipen. Eines bestand aus schwarzen Lochbrettern mit dazugehörigen Plastikbuchstaben. Die nahm man aus einer Schachtel und reihte sie zu Wörtern und Zahlen auf. Eine Boutique in London hat diese altmodisch analoge Art des Schildermachens wiederentdeckt und dabei aus der Not eine Tugend gemacht: wenn es in einer Größe oder Farbe nicht genügend Buchstaben oder Ziffern gibt, nimmt man einfach eine andere Sorte, aber mit Gefühl.
„Art-Director“ des abgebildeten Schildes mit den im Laden vorhandenen Marken war Richie Crago, The Three Threads in Charlotte Road, Shoreditch.

Nichts als Buchstaben im Kopf
Es gibt einen Trend, Porträts aus Buchstaben anzufertigen. Zu meiner Überraschung erscheint auch mein Kopf auf einer Website, gleich vor dem von Obama. Der Gestalter, Thierry Eamon, nennt es „… a tribute to Erik Spiekermann“. Ich habe mir erlaubt, das Bild von der Website zu kopieren und hier abzubilden. Mehr solcher Typoporträts gibt es auf typography portraits.

Form & Funktion
Metallgitter vor einem Ladenfenster sehen selten gut aus. Schon gar nicht, wenn der Laden den Eindruck erweckt, er würde nie wieder aufmachen. Ich habe keine Ahnung, ob die drei Buchstaben irgendetwas bedeuten, aber sie sind ganz sicher nur für diesen Ort entworfen worden. Die handgemalte Schattierung mit den Längsstreifen passt genau in die Wölbungen der Rolladen. Ein großartiges Beispiel für apokryphe Gestaltung.
Hotelkunst
Zum Aufenthalt sind die notwendigerweise langen Flure in Hotels nicht vorgesehen. Der Blick von der Fahrstuhltür geht meist nur bis zu den Schildern mit den Zimmernummern, die selten gut lesbar oder gar im typografischen Sinne gestaltet sind. Das Sheraton in Bozen bzw. Bolzano scheint über diese Situation nachgedacht zu haben und zeigt dieses Stilleben. Viele kleine LEDs sind ein Zitat der grellen Beleuchtung, mit der Hotels an den Straßen in der Bahnhofsumgebung den flüchtigen Gast erreichen. Keine Literatur, aber mehr als die übliche Gedankenlosigkeit dem vorübergehend heimatlosen Gast gegenüber.

Foto ohne -grafie
Das iPhone ist keine Kamera, sondern es hat nur ein billiges Plastikobjektiv, einen Chip und etwas Speicher um Bilddaten aufzunehmen und festzuhalten. Einstellungen gibt es nicht. Man kann nur den Apparat in die Höhe halten, den Knopf drücken und hoffen, dass irgendwas irgendwo scharf erscheinen möge. Hin und wieder fängt dieses einfache Gerät mehr als Gegenstände ein – eine Stimmung oder ein Gefühl vielleicht. Um 7 Uhr morgens in Amsterdam fiel mir auf, dass noch kein Boot das Wasser der Herengracht berührt hatte und der Kanal still lag wie ein Teich. Ich musste vom Fahrrad steigen und einen dieser Schanppschüsse machen, ohne über Belichtungszeit, Blende oder Scharfstellung nachzudenken.





