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Spiekerblog
 

15. 11. 09

Arial nein und Arial ja

Arial ist eine hässliche Schrift, da sind sich die meis­ten Gestal­ter einig. Es gibt für Nicht­gestal­ter allerd­ings immer noch genü­gend prak­tis­che Gründe, sie als Nicht-Schrift für alles mögliche zu nehmen.
Warum es jedoch immer häu­figer vorkommt, dass aufwendige Beschrif­tun­gen aus Met­all, Stein oder anderem lan­glebi­gen Mate­r­ial auch nur diese dumme Sys­tem­schrift ver­wen­den, ist mir ein Rät­sel.
mexico_arial

Die angemessene Ver­wen­dung ist hier zu sehen: Infla­tion­s­geld aus Zim­babwe. Bei der gerin­gen Halt­barkeit wäre jede andere Schrift eine Belei­di­gung.
100Billion_arial

 

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18 Responses to “Arial nein und Arial ja”:


 

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Ich habe mal von einem Design Stu­dio gehört, das seine Bewer­bungs – Ablehnungss­chreiben in der Comic Sans setzt. :)

 

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Find ich ja schon wieder lustig ;-)

 

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[…] auch gle­ich noch die nach seinem Dafürhal­ten „angemessene Ver­wen­dung“ für die Schrift Arial vorstellt: „Infla­tion­s­geld aus Zim­babwe“. Weit­er­hin auf Vimeo findet man ein Video, in dem die Handhabung […]

 

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[…] auch gle­ich noch die nach seinem Dafürhal­ten „angemessene Ver­wen­dung“ für die Schrift Arial vorstellt: „Infla­tion­s­geld aus Zim­babwe“. Weit­er­hin auf Vimeo findet man ein Video, in dem die Handhabung […]

 

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[…] auch gle­ich noch die nach seinem Dafürhal­ten „angemessene Ver­wen­dung“ für die Schrift Arial vorstellt: „Infla­tion­s­geld aus Zim­babwe“. Weit­er­hin auf Vimeo findet man ein Video, in dem die Handhabung […]

 

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Na ja, ich kön­nte mir auch die »Comic Sans« recht gut auf diesem Geld­schein vorstellen ;-).

 

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Die etwas in die Jahre gekommene Kri­tik ist das eine. Gibt es denn ein Basis-Schriftartenpaket, welches dem Nichtschriftschaf­fenden für den Pri­vat­ge­brauch gegen z. B. 500,00 Euro eine gewisse Grund­ver­sorgung gewährt (z. B. mit Futura, Gara­mond, Hel­vetica, Sabon, Univers)? Danke für jeden Hinweis!

 

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Mac oder PC? Auf dem Mac sind doch fast alle diese fonts vorhan­den; es gibt Futura, Hel­vetica, Baskerville, Gara­mond, etc.
Aber es gäbe auch nicht so lang­weilige alter­na­tiven. Immer­hin bekommt man für 500 euro schon 2 dutzend fonts. Bei fontshop.com oder fontshop.de gibt es bes­timmt pakete für diese grundversorgung.

 

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Noch so eine him­melschreiende Typo-Farce: Ein Denkmal für 21 Tote – da darf’s schon mal die Arial sein!

http://www.westline.de/fotostrecken/detail/cme4958,440244.html

 

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Es wäre sin­nvoller, wenn wenig­stens EIN MAL einer der Arial-Kritiker »But­ter bei die Fis­che« geben und seine Ablehnung mit Beispie­len bele­gen würde.

 

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Gibt es massen­haft, kann man suchen. Ich habe es schon oft begrün­det, vor allem damit, dass ein Klone immer nur schlechter sein kann als das Orig­i­nal Auf jeden Fall ist Arial immer zu eng gesetzt.

erik spiekermann
July 31st, 2011 at 18:11 pm

 

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Natür­lich ist eine Kopie immer schlechter als das Orig­i­nal, das ist im Wesen der Kopie begrün­det.
Was mich an dem ARIAL-Shitstorm nur immer ein biss­chen stört: Vie­len kaufe ich die Überzeu­gung schlicht und ein­fach nicht ab. Klar kann man (in der Tat berechtigte) Witze über die Comic Sans und Arial machen. Aber das ist auch ein ein­facher Weg, sich aufs Trep­pchen zu stellen und zu zeigen, dass man zwis­chen Gut und Böse unter­schei­den kann. So kommt es mir jeden­falls meist vor.

 

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Ich breche hier mal eine Lanze für ARIAL:

ARIAL ist schlicht und schnörkel­los, und unter­schei­det sich hier­durch von den meis­ten anderen mir bekan­nten Schrif­tarten.
Das wirkt auf mich angenehm ser­iös, weshalb ich diese Schrif­tart in allen offiziellen Schreiben ver­wende. Die Schrift ist zudem für meine Wahrnehmung außeror­dentlich gut les­bar. Man wird beim Lesen nicht durch das Schrift­bild abge­lenkt und kann sich deshalb ganz auf den Inhalt des betr­e­f­fenden Textes konzen­tri­eren. Und auf den Inhalt kommt es let­ztlich an… ;-)

 

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Arial ist eine Kopie der Hel­vetica, die alle Eigen­schaften hat, die Sie zu Recht erwäh­nen. Die Abnei­gung gegen Arial besteht vor allem, weil die Kopie schlechter ist als das Orig­i­nal. Vor allem aber, weil die meis­ten Leute sie automa­tisch ver­wen­den, ohne – wie Sie – darüber nachzudenken.

 

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Ist denn z. B. die Akzi­denz Grotesk dann wiederum “besser” / klarer als die Helvetica?

 

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Die AG ist etwas lebendi­ger und wärmer. Auf dem Bild­schirm wird man das kaum merken und vielle­icht wollen Sie das ja auch nicht. Die neu­trale Kälte der Hel­vetica hat ihre Vorteile, aber ein Prob­lem in manchen Sit­u­a­tio­nen ist z.B. die Tat­sache, dass die Homogenisierung der Zeichen dazu führt, dass es kaum Unter­schiede zwis­chen l und i und I gibt, oder zwis­chen 1 und l. Oder zwis­chen eini­gen Zif­fern. Das ist beson­ders auf dem iPhone ärger­lich, weil man beim Lesen oder der Eingabe von Pass­wörtern nie genau sieht, ob es um eine Zif­fer oder um einen Buch­staben geht. Gute Schriften sind weniger maniri­ert und dafür les­barer – die Frutiger zum Beispiel.

 

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Wie Kurt Wei­de­mann einst sagte: »Gute Typogra­phie bemerkt man so wenig wie gute Luft zum Atmen. Schlechte merkt man erst, wenn es einem stinkt.« Wenn man an die Arial denkt, dann beginnt die Nase zu jucken.

 






 

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