15. 11. 09
Arial nein und Arial ja
Arial ist eine hässliche Schrift, da sind sich die meisten Gestalter einig. Es gibt für Nichtgestalter allerdings immer noch genügend praktische Gründe, sie als Nicht-Schrift für alles mögliche zu nehmen.
Warum es jedoch immer häufiger vorkommt, dass aufwendige Beschriftungen aus Metall, Stein oder anderem langlebigen Material auch nur diese dumme Systemschrift verwenden, ist mir ein Rätsel.

Die angemessene Verwendung ist hier zu sehen: Inflationsgeld aus Zimbabwe. Bei der geringen Haltbarkeit wäre jede andere Schrift eine Beleidigung.

by erik
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18 Responses to “Arial nein und Arial ja”:
1
Ich habe mal von einem Design Studio gehört, das seine Bewerbungs – Ablehnungsschreiben in der Comic Sans setzt. :)
Marcus Scheller
November 15th, 2009 at 09:46 am
2
Find ich ja schon wieder lustig ;-)
Max
November 15th, 2009 at 13:15 pm
3
[…] http://spiekermann.com/arial-nein-und-arial-ja/ a few seconds ago from seesmic […]
Jürgen Fenn (juergenfenn) 's status on Wednesday, 18-Nov-09 19:15:37 UTC - Identi.ca
November 18th, 2009 at 20:15 pm
4
[…] auch gleich noch die nach seinem Dafürhalten „angemessene Verwendung“ für die Schrift Arial vorstellt: „Inflationsgeld aus Zimbabwe“. Weiterhin auf Vimeo findet man ein Video, in dem die Handhabung […]
TeX Live 2009, MacTeX 2009, Binaries für FreeBSD, LuaTeX 0.46.0, LaTeX News 19, TeX Catalogue, pdfTeX 1.40.10-RC, JabRef 2.6 beta 2, Writer2LaTeX 1.0 final, WinShell 3.31, LEd 0.53, TeXMakerX 1.9.2, TeXTable 0.2, LyX 1.6.4.2, LaTeXiT 2.0.1, PS-
November 30th, 2009 at 13:57 pm
5
[…] auch gleich noch die nach seinem Dafürhalten „angemessene Verwendung“ für die Schrift Arial vorstellt: „Inflationsgeld aus Zimbabwe“. Weiterhin auf Vimeo findet man ein Video, in dem die Handhabung […]
TeX Live 2009, MacTeX 2009, Binaries für FreeBSD, LuaTeX 0.46.0, LaTeX News 19, TeX Catalogue, pdfTeX 1.40.10-RC, JabRef 2.6 beta 2, Writer2LaTeX 1.0 final, WinShell 3.31, LEd 0.53, TeXMakerX 1.9.2, TeXTable 0.2, LyX 1.6.4.2, LaTeXiT 2.0.1, PS-
November 30th, 2009 at 14:04 pm
6
[…] auch gleich noch die nach seinem Dafürhalten „angemessene Verwendung“ für die Schrift Arial vorstellt: „Inflationsgeld aus Zimbabwe“. Weiterhin auf Vimeo findet man ein Video, in dem die Handhabung […]
TeX Live 2009, MacTeX 2009, Binaries für FreeBSD, LuaTeX 0.46.0, LaTeX News 19, TeX Catalogue, pdfTeX 1.40.10-RC, JabRef 2.6 beta 2, Writer2LaTeX 1.0 final, WinShell 3.31, LEd 0.53, TeXMakerX 1.9.2, TeXTable 0.2, LyX 1.6.4.2, LaTeXiT 2.0.1, PS-
November 30th, 2009 at 14:05 pm
7
Na ja, ich könnte mir auch die »Comic Sans« recht gut auf diesem Geldschein vorstellen ;-).
Ein Staunender
November 30th, 2009 at 14:46 pm
8
Die etwas in die Jahre gekommene Kritik ist das eine. Gibt es denn ein Basis-Schriftartenpaket, welches dem Nichtschriftschaffenden für den Privatgebrauch gegen z. B. 500,00 Euro eine gewisse Grundversorgung gewährt (z. B. mit Futura, Garamond, Helvetica, Sabon, Univers)? Danke für jeden Hinweis!
Dr. Thomas Jesch
December 5th, 2009 at 21:45 pm
9
Mac oder PC? Auf dem Mac sind doch fast alle diese fonts vorhanden; es gibt Futura, Helvetica, Baskerville, Garamond, etc.
Aber es gäbe auch nicht so langweilige alternativen. Immerhin bekommt man für 500 euro schon 2 dutzend fonts. Bei fontshop.com oder fontshop.de gibt es bestimmt pakete für diese grundversorgung.
erik
December 6th, 2009 at 15:24 pm
10
Noch so eine himmelschreiende Typo-Farce: Ein Denkmal für 21 Tote – da darf’s schon mal die Arial sein!
http://www.westline.de/fotostrecken/detail/cme4958,440244.html
grisdov
June 27th, 2011 at 21:28 pm
11
Es wäre sinnvoller, wenn wenigstens EIN MAL einer der Arial-Kritiker »Butter bei die Fische« geben und seine Ablehnung mit Beispielen belegen würde.
Miks
July 31st, 2011 at 17:52 pm
12
Gibt es massenhaft, kann man suchen. Ich habe es schon oft begründet, vor allem damit, dass ein Klone immer nur schlechter sein kann als das Original Auf jeden Fall ist Arial immer zu eng gesetzt.
erik spiekermann
July 31st, 2011 at 18:11 pm
13
Natürlich ist eine Kopie immer schlechter als das Original, das ist im Wesen der Kopie begründet.
Was mich an dem ARIAL-Shitstorm nur immer ein bisschen stört: Vielen kaufe ich die Überzeugung schlicht und einfach nicht ab. Klar kann man (in der Tat berechtigte) Witze über die Comic Sans und Arial machen. Aber das ist auch ein einfacher Weg, sich aufs Treppchen zu stellen und zu zeigen, dass man zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. So kommt es mir jedenfalls meist vor.
Felix
December 15th, 2011 at 14:33 pm
14
Ich breche hier mal eine Lanze für ARIAL:
ARIAL ist schlicht und schnörkellos, und unterscheidet sich hierdurch von den meisten anderen mir bekannten Schriftarten.
Das wirkt auf mich angenehm seriös, weshalb ich diese Schriftart in allen offiziellen Schreiben verwende. Die Schrift ist zudem für meine Wahrnehmung außerordentlich gut lesbar. Man wird beim Lesen nicht durch das Schriftbild abgelenkt und kann sich deshalb ganz auf den Inhalt des betreffenden Textes konzentrieren. Und auf den Inhalt kommt es letztlich an… ;-)
SINSALVA
January 4th, 2012 at 17:22 pm
15
Arial ist eine Kopie der Helvetica, die alle Eigenschaften hat, die Sie zu Recht erwähnen. Die Abneigung gegen Arial besteht vor allem, weil die Kopie schlechter ist als das Original. Vor allem aber, weil die meisten Leute sie automatisch verwenden, ohne – wie Sie – darüber nachzudenken.
erik
January 5th, 2012 at 11:01 am
16
Ist denn z. B. die Akzidenz Grotesk dann wiederum “besser” / klarer als die Helvetica?
Dr. Thomas Jesch
January 5th, 2012 at 15:12 pm
17
Die AG ist etwas lebendiger und wärmer. Auf dem Bildschirm wird man das kaum merken und vielleicht wollen Sie das ja auch nicht. Die neutrale Kälte der Helvetica hat ihre Vorteile, aber ein Problem in manchen Situationen ist z.B. die Tatsache, dass die Homogenisierung der Zeichen dazu führt, dass es kaum Unterschiede zwischen l und i und I gibt, oder zwischen 1 und l. Oder zwischen einigen Ziffern. Das ist besonders auf dem iPhone ärgerlich, weil man beim Lesen oder der Eingabe von Passwörtern nie genau sieht, ob es um eine Ziffer oder um einen Buchstaben geht. Gute Schriften sind weniger maniriert und dafür lesbarer – die Frutiger zum Beispiel.
erik
January 5th, 2012 at 15:46 pm
18
Wie Kurt Weidemann einst sagte: »Gute Typographie bemerkt man so wenig wie gute Luft zum Atmen. Schlechte merkt man erst, wenn es einem stinkt.« Wenn man an die Arial denkt, dann beginnt die Nase zu jucken.
Raphael
June 20th, 2012 at 07:28 am
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