Lutz Seiler druckt Lutz Seiler

Neulich war der Suhrkamp Verlag zu Gast bei uns in der Galerie P98a. Mit Lutz Seiler, der gerade den Deutschen Buchpreis 2014 erhalten hatte, druckten wir Auszüge aus dreien seiner Texte auf unseren Andruckpressen. Schwarzer Text auf der Korrex Berlin, das rote Impressum auf der Korrex Nürnberg und den Prägestempel des Verlags auf der Grafix mit verstellbarem Fundament. Alles zu sehen in diesem Video:

7 comments

  1. Hoffentlich

    mit Spiekerfonts, wenn ich das neologistisch mal so sagen darf. Weil wer dieses (auch) zu Monotype gehörende Blog genauer beobachtet, der bekommt richtig Angst vor dem Kauf von Schriften: http://www.myfonts.com

    Was da täglich für neuer Dreck ausgestoßen wird, ist typisch amerikanisch: keine Qualitätskontrolle, hauptsächlich Massenverkauf um Geld zu generieren. Zum Schaden der Käufer wohlgemerkt.

    Deshalb gehören diese Ich-habe-keine-Verantwortung-für-Schäden-und-Ausfälle-im-Zusammenhang-mit-der-Verwendung-bei-uns-erworbener-Produkte-Regeln gerichtlich sofort umgekehrt, aber sofort sofort.

    Da das nicht der Fall ist, lässt sich leicht ein Bild unserer Rechtssprechung malen: es gibt keine. Richter und Anwälte scheinen ein effektiver Teil der Probleme dieser Welt zu sein.

    Und wer Monotypes weltweites Handeln bezüglich der nicht wirklich vorhandenen Monopolgesetze beobachtet, weiß, dass es kein Ringelschwänzchenträger interessiert, ob Monopole entstehen, wenn denn nur die Firma nicht im tatsächlichen öffentlichen Interesse steht, was besonders Fonts anbelangt.

    Da bleiben wir gerne untätig und faul. So lässt sich das Geld am einfachsten übers Volk zu eigenen Gunsten kumulieren.

  2. SV

    Diese Abkürzung hat mich sofort wieder auf Stephanie Valentin gebracht. Ein seltenes Multitalent, das nicht nur malt, photoshopt, Geige und andere Instrumente spielt, sondern auch noch selbst komponiert et cetera perge, perge.

  3. Kurt

    Mmm, ein langsames Blog. Habe trotzdem abgewartet, downgeloadet und den Font probiert. Bin mal gespannt, was Erik dazu sagen wird.

    Meine Meinung ist, dass die Buchstaben blinken. Das ist kein Fachbegriff, da ich diese als Auch-nicht-seiender-Designer nicht kenne, aber ich nenne es so, wenn das Schriftbild bei manchen Buchstaben dunkler erscheint als bei anderen und so eine uneinheitliche Zeilenstruktur erkennbar wird.

    Genau kann ich’s nicht beurteilen, da ich nur einen, zwar guten, aber immerhin eben nur einen Inkjet-Drucker habe. Hab mal wo gelesen, dass eine Schriftbildvorbeurteilung nur mittelst Laserprinters möglich sein soll. Wenn ich die Buchstaben mit der Lupe betrachte, kann ich mir das auch vorstellen, da die Ränder vom Tintenstrahldrucker sehr ausgefranst daherkommen. Diese punktuelle Auftragung (einzelne P. werden aufs Papier gespritzt!) ist schuld daran.

    Ich denke, so gut mir der Font im Prinzip auch gefällt, dass ich ihn wohl wieder vom System nehmen werde. Ich glaube zwar nicht an den Spruch, dass etwas Kostenloses keinen Wert hätte, bin aber davon überzeugt, dass etwas qualitativ Wertloses oder Wertminderes sich eben nicht verkaufen lässt, weswegen dieser Font wohl gratis ist.

    Und wenn man etwas Wertminderes verkauft, besteht die Gefahr, dass man künftig die Kunden, die schon einmal bei einem gekauft haben, von diesem nichts mehr annehmen, weswegen sich jeder vor solchen Versuchen hüten sollte.

    Leider findet man auch in den Blogs sehr üble Fonts, von denen man nur beste Qualität erwartet. Aber offensichtlich ist die Qualitätskontrolle weltweit rückläufig. Einer der schlechtesten Fonts der Welt: https://www.fontshop.com/families/stripes/buy – Auch, wenn ich ihn nur für ein Plakat gekauft habe, ärgere ich mich noch heute über die Kurvenungenauigkeit, und dass er noch immer nicht verboten worden ist.

    Tja, das Internet ist nur in wenigen Fällen als Bereicherung zu sehen – meine ich.

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