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Spiekerblog
 

09. 05. 09

Gemalte Schrift

Dieses Bild zeigt einen Abschnitt der Berliner Mauer, Teil der East­side Gallery ent­lang der Spree. Das ist das läng­ste Stück noch existierende Mauer, das kom­plett mit Bildern bedeckt ist. Diese wer­den immer mal wieder erneuert oder übermalt, wie das Bild von Edward B Gor­don zeigt. Trotz seines Names ist Gor­don ein deutscher Maler aus Han­nover, der in Berlin lebt und arbeitet. Seit 900 Tagen malt er jeden Tag ein Bild. gordon_painting







































Ich zeige das hier aus zwei Grün­den:
1. Gor­dons Bilder zeigen das Berlin, das ich kenne; nicht immer roman­tisch, nicht immer hell, nicht immer schme­ichelnd, aber immer mit Zunei­gung beobachtet und schnell gemalt bevor der Moment ver­passt ist. Großar­tig, Öl auf Holz, 15x15cm.
2. Obwohl nur dreiein­halb Buch­staben zu erken­nen sind, reicht das aus die Schrift zu erken­nen. Fünf Schritte ent­fernt vom Orig­i­nal – gemalte Schrift auf der Wand, Gemälde dieser Szene, Repro­duk­tion in der FAZ, mein Scan davon, Abbil­dung auf Ihrem Bild­schirm. Ich habe sie iden­ti­fiziert als FF Type­s­tar.galerie






















Wäre da nicht dieses r. Und dieses i. Wer auch immer diese Buch­staben gemalt hat, kennt sich mit Schrift besser aus als die meis­ten Grafiker und hat die Frei­heit genutzt, die der handge­hal­tene Pin­sel bietet. Er hat den lan­gen Haken rechts am r gekürzt und ebenso die lange Ser­ife am i. Das ist eine kluge Lösung und ver­mei­det eine Lücke, die sonst zuviel Aufmerk­samkeit auf diese Buch­stabenkom­bi­na­tion lenken würde.

 






 

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