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Spiekerblog
 

10. 05. 09

Typografisches Halbwissen

Ein­er­seits schme­ichelt es mir, wenn ich in einer großen deutschen Tageszeitung (die Süd­deutsche) eine Schrift von mir ver­wen­det sehe. Noch dazu, wenn diese Anwen­dung eine der Stärken der FF Unit ausspielt, näm­lich die gute Les­barkeit in kleinen Graden auf recht grobem Papier.
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Ein wenig wun­dert mich dann doch, dass nicht der nor­male Schnitt genom­men wurde, son­dern der alter­na­tive mit run­dem a und nor­malem g. Das mag aber Absicht gewe­sen sein, obwohl ich ger­ade das runde (Futura-) a nicht für beson­ders les­bar halte. An der typografis­chen Fachken­nt­nis der Gestal­ter dieser tabel­lar­ischen Übersicht (denn nichts anderes ist ein Fernseh­pro­gramm) muss ich aber doch zweifeln, denn wenn sie schon gese­hen haben, dass es einen Alter­na­tivschnitt gibt, bzw dass auch in den Open Type Ver­sio­nen etliche Zeichen in zwei Vari­anten vorkom­men, dann hät­ten sie auch bemerken müssen, dass es unter­schiedliche Zif­fernarten gibt. Für eine Tabelle mit Uhrzeiten sind die Tabel­len­z­if­fern viel besser, weil dann in einer Auflis­tung die Punkte zwis­chen Stun­den und Minuten alle untere­inan­der ste­hen kön­nen. Das sieht nicht nur ordentlicher aus, es gibt auch mehr Übersicht, denn Ver­gle­ich­bares (hier: die Uhrzeiten) wird besser ver­gle­ich­bar. Die FF Unit hat auch bei den Tabel­len­z­if­fern noch leichte Anklänge von Mediä­valz­if­fern (englisch Old Style Fig­ures). Wenn das zu unruhig erscheinen sollte, dann gibt es auch noch richtige Lin­ing Fig­ures, also Ver­salz­if­fern, die auch alle gle­ich breit sind.
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by erik
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09. 05. 09

Gemalte Schrift

Dieses Bild zeigt einen Abschnitt der Berliner Mauer, Teil der East­side Gallery ent­lang der Spree. Das ist das läng­ste Stück noch existierende Mauer, das kom­plett mit Bildern bedeckt ist. Diese wer­den immer mal wieder erneuert oder übermalt, wie das Bild von Edward B Gor­don zeigt. Trotz seines Names ist Gor­don ein deutscher Maler aus Han­nover, der in Berlin lebt und arbeitet. Seit 900 Tagen malt er jeden Tag ein Bild. gordon_painting







































Ich zeige das hier aus zwei Grün­den:
1. Gor­dons Bilder zeigen das Berlin, das ich kenne; nicht immer roman­tisch, nicht immer hell, nicht immer schme­ichelnd, aber immer mit Zunei­gung beobachtet und schnell gemalt bevor der Moment ver­passt ist. Großar­tig, Öl auf Holz, 15x15cm.
2. Obwohl nur dreiein­halb Buch­staben zu erken­nen sind, reicht das aus die Schrift zu erken­nen. Fünf Schritte ent­fernt vom Orig­i­nal – gemalte Schrift auf der Wand, Gemälde dieser Szene, Repro­duk­tion in der FAZ, mein Scan davon, Abbil­dung auf Ihrem Bild­schirm. Ich habe sie iden­ti­fiziert als FF Type­s­tar.galerie






















Wäre da nicht dieses r. Und dieses i. Wer auch immer diese Buch­staben gemalt hat, kennt sich mit Schrift besser aus als die meis­ten Grafiker und hat die Frei­heit genutzt, die der handge­hal­tene Pin­sel bietet. Er hat den lan­gen Haken rechts am r gekürzt und ebenso die lange Ser­ife am i. Das ist eine kluge Lösung und ver­mei­det eine Lücke, die sonst zuviel Aufmerk­samkeit auf diese Buch­stabenkom­bi­na­tion lenken würde.

 

by erik
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14. 04. 08

Rubbelschriften

Wer kann sich noch an Letraset und andere Rubbelschriften erin­nern? Ich habe vor ein paar Jahren meine vie­len hun­dert Bogen wegge­wor­fen, was ich heute natür­lich bedauere. Denn die jün­gere Gen­er­a­tion würde diese Art der Beschrif­tung min­destens komisch finden, wenn nicht sogar auf­schlussre­ich. Denn die Tech­nik hat immer schon die Gestal­tung bee­in­flusst, wenn nicht sogar dominiert.

Fre­unde in Den Haag haben mir vor ein paar Jahren ein paar Bogen Abreibebuch­staben geschenkt mit LoType drauf, die ich nie gese­hen hatte. Offen­sichtlich hatte der Her­steller auch keinen Lizen­zver­trag mit mir, sonst hätte er wenig­stens meinen Namen richtig geschrieben.

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by erik
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14. 04. 08

Helvetica kann schön sein

Jede Schrift braucht ihre eigene Umge­bung, in der sie passt, gut aussieht und die richtige Botschaft sendet. Ein ital­ienis­cher Her­steller von Möbeln aus Kun­st­stoff, der sich in einem alten Indus­triebau in San Fran­cisco ansiedelt, macht das mit einem großen Schriftzug aus Hel­vetica genau richtig. Da wären weder Rotis noch Meta richtig gewesen.

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by erik
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14. 04. 08

Neues aus SF

Seit Jan­uar war ich nicht mehr in San Fran­cisco, und seit dem 8. Jan­uar habe ich keinen einzi­gen Ein­trag in diesem Blog geschafft. In Berlin ist ein­fach zu viel los. Ein Büro mit inzwis­chen über 30 Leuten, ein neues Haus, tausende Bücher, die ein­sortiert wer­den müssen, viele Reisen…
Hier in SF sind nur zwei Leute im Büro und ich komme endlich mal zum Schreiben.

Um die Ecke hat die Redak­tion von Dwell ihr Büro, die Zeitschrift, die sich mod­erner Architek­tur gewid­met hat unter dem Motto „at home in the mod­ern world“. Und am Ein­gang finde ich endlich ein Beispiel für die Haus­num­mern aus Edel­stahl, die ich sein­erzeit für DWR gemacht habe. Das sind die „TECH“ zif­fern ohne diag­o­nale For­men. Design Within Reach verkauft die Haus­num­mern inzwis­chen im Ange­bot, weil es offen­sichtlich keinen Markt gibt in den USA für „Design­erz­if­fern“. Aber ich habe ja die Rechte und werde die Num­mern dem­nächst sel­ber anbi­eten, auch in Europa…

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by erik
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08. 01. 08

Unit Rounded ist da.

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Runde Schriften sind immer schon mal in Mode, mal wieder nicht. Einer der Gründe dafür war schon immer ein tech­nis­cher: Schrift auf Bild­schir­men und hin­ter­leuchteten Schildern lei­det unter Überstrahlun­gen, die auch die schärf­sten Ecken unscharf erscheinen lassen. Die Licht­menge lässt sich zwar kon­trol­lieren, aber wen die Buch­staben scharf erscheinen, ist das Schild meis­tens zu dunkel. Also nimmt man eine Schrift, die schon unscharf ist, bzw. gerun­dete Ecken hat.

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Sein­erzeit, als wir noch Bleilet­tern mit viel Druck in das Papier prägten, gab es viele beliebte und deshalb gut verkaufte Schriften für Aller­welts­druck­sachen, damals Akzi­den­zen genannt. Einer der erfol­gre­ich­sten war die Reklameschrift Block, die mit ihrer krausen Kon­tur viel aushal­ten kon­nte. Sie war sozusagen schon vorbeschädigt und kon­nte man­gels Schärfe auch keine ver­lieren. Macht’s kaputt, damit nichts kaputtgeht, war die Maxime und selbst der wütend­ste Hei­del­berger Tiegel kon­nte diesen Buch­staben nichts anhaben.

Als ich die FF Info ent­warf, waren die Ecken etwas abgerun­det, damit die Schrift auf den Leuchtschildern des Düs­sel­dor­fer Flughafen nicht so stark überstrahlte. Außer­dem lassen sich Buch­staben mit run­den Ecken schneller und besser auf einem Schnei­de­plot­ter ver­ar­beiten, was bei 2500 Schildern dur­chaus ein Argu­ment war.

Otl Aicher hatte Anfang der 70er Jahre für das Zweite Deutsche Fernse­hen eine Schrift ent­wor­fen – eine Ver­sion der Univers mit extrem gerun­de­ten Ecken. Fernse­hen war damals noch sehr niedrigauflösend.

Andere Schriften hat­ten runde Ecken – der soge­nan­nte Frankfurter-Würstchenlook – und wirk­ten damit fre­undlich und nah­bar. Sie kamen und kom­men vor allem auf Lebens­mit­tel­pack­un­gen zum Ein­satz. Eine Ben­z­in­marke wie Aral mis­cht geschickt die Neu­tral­ität der Din-Schrift mit diesem fre­undlichen Look.

Dann kam Web 2.0 und damit das neue Inter­esse and run­den Schriften. Dies­mal wer­den sie bleiben, sowohl als modis­che Aus­sage als auch aus tech­nis­chen Grün­den. Denn schlechte Medien wird es immer geben, die unz­er­stör­bare Typen brauchen.

FF Unit Rounded fing an als eine Exk­lu­sivschrift, die wir mit Chris­t­ian Schwartz Hilfe für Gravis machten, den größten Apple­händler Deutsch­land. Es ging dabei um eine fre­undlich, aber auch präzise Schrift, die sowohl auf dem Bild­schirm als auch auf Schildern, Anzeigen und T-Shirts gut ausse­hen und unver­wech­sel­bar sein sollte.

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Gravis Round hat nur zwei Schnitte, deshalb wandte ich mich an Erik van Blok­land, den Erfinder des Super­po­la­tor Pro­grammes. Hier ist ein kleiner Film zum Down­load, der den Super­po­la­tor live – na ja, fast – in Action zeigt.

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Oben:
Der Super­po­la­tor bei der Arbeit.
Jedes Bild steht für einen Inter­po­la­tion­ss­chritt. Die Größe des Radius am Strichende ändert sich unab­hängig von der Strich­stärke. Die dün­nen Striche benöti­gen weniger Fläche auf der Grundlinie als die fet­ten. Ohne ger­aden Abschluss unten entsteht der pure Würstcheneffekt.

Erik machte viele Ver­suche um die genaue Beziehung zwis­chen Run­dung und Strich­stärke her­auszufinden. Die leichteren Schnitte haben fast gar keinen ger­aden Grund­strich, während die fet­teren auf einer Ger­aden ste­hen, die in runde Ecken überge­hen. Der Radius musste für jeden Schnitte unter­schiedlich sein, deshalb machte Erik Filme mit einem Schiebere­gler zur stufen­losen Darstel­lung. Jede Ver­sion war num­meriert, sodass wir ein­deutig sehen und wieder­holen kon­nten, welche Auswirkun­gen jede Änderung hatte. Der Super­po­la­tor ist sogar in der Lage, Innenkur­ven und diag­o­nale Verbindun­gen darzustellen ohne große man­u­alle Eingriffe. .

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Oben:
EvB und sein Super­po­la­tor erar­beit­eten uner­müdlich viele Vor­la­gen und machten es ein­fach, die richti­gen Strich­stärken und Radien zu ermitteln.

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Aber am Ende gab es immer noch viel Han­dar­beit zu tun. Das übernah­men die uner­müdlichen Experten bei FSI, die immer das aus­baden müssen, was wir faule und ober­fläch­liche Schrif­ten­twer­fer vergessen oder ver­mas­seln. Diese Screen­shots zeigen, was passiert, wenn man blind der Soft­ware ver­traut. Die will näm­lich an jedem Kur­venex­trem einen Punkt ein­set­zen. Im Falle einer solchen gerun­de­ten Schrift ist das jedoch nicht richtig. Nicht nur wer­den jede Menge überflüs­sige Punkte erzeugt, son­dern auch merk­würdige Zacken und Buckel. Also mussten fast alle Extrem­punkte wieder von Hand ent­fernt wer­den. Was bei ca. 450 Zeichen pro Schnitt und sechs Schnit­ten in richtige Arbeit ausartet.

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FF Unit Rounded liegt im Open­Type For­mat vor und hat alle dementsprechen­den Fea­tures, zum Beispiel vier ver­schiedene Ziffernarten.

FF Unit ist als Vor­lage streng genug um abgerun­det zu wer­den ohne wie eine Würstchen­schrift auszuse­hen, die nur für Comics taugt. Die Rounded sieht fre­undlich aus ohne an Präzi­sion zu ver­lieren. Sie verän­dert ihr Ausse­hen drastisch, je größer sie gesetzt wird. FF Unit Rounded sollte dieser Tage bei den FontShops erhältlich sein.

 

by erik
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03. 01. 08

Detailtypo, selbstgemacht

Mit Pro­gram­men wie Inde­sign und Schriften im Open­Type For­mat hat jeder Gestal­ter Werkzeuge zur Hand, von denen alle bish­eri­gen Gen­er­a­tio­nen typografisch Schaf­fender nur träu­men konnten.

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Wie wir alle wis­sen und jeden Tag sehen kön­nen, sind diese Werkzeuge lei­der keine Garantie für gute Gestal­tung und noch nicht ein­mal für gutes Handw­erk. Umso erstaunlicher und erfreulicher finde ich es, wenn ich immer wieder Belege sehe für den unbe­d­ingten Willen, alle Reg­is­ter typografis­cher Gestal­tung zu ziehen, auch wenn die Werkzeuge nicht vorhan­den sind.

Der Liefer­wa­gen dieser Firma, die auf dem Wochen­markt in San Fran­cisco gegrillte Hüh­nchen anbi­etet, ist sorgfältig beschriftet, wenn auch schon ein wenig abgenutzt. So weit ging die Sorgfalt, dass der Gestal­ter unbe­d­ingt Mediä­valz­if­fern ver­wen­den wollte, obwohl es die für die gewählte Schrift, Frutiger, nicht gibt. Die ein­fache Lösung ist es, nor­mal Zif­fern nach oben und unten zu stellen und so schnell den Ein­druck echter Old Style Fig­ures zu erwecken. Die 1 kann man dabei unten abschnei­den, weil ja keine Ser­ife lei­den muss. Die 3, 4, 5, 7 und 9 kön­nen ein­fach unter die Grundlinie rutschen, auch wenn es dabei mitunter etwas wack­elt. Das einzige Prob­lem bietet die 2, die näm­lich eigentlich eigens geze­ich­net wer­den müsste, weil sie ja keine Ober­länge haben sollte.

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Wie man jedoch selbst bei Meis­ter Bodoni sehen kann, gibt es auch bei Mediä­valz­if­fern dur­chaus anderen Möglichkeiten der Inter­pre­ta­tion. Zwar ist auch hier die 2 klein, aber weder 3, 4, 5 noch 7 haben Unter­län­gen. Wenn es also wack­elt, dann haupt­säch­lich wegen unserer Gewohnheiten.

 

by erik
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29. 12. 07

Dublin Type 1

Nie­mand kann einen Klas­siker gestal­ten. Ob eine Schrift zum Klas­siker wird, entschei­det allein der Gebrauch über Jahre.

Die FF Meta gibt es jetzt seit fast 20 Jahren, und sie wird immer noch verkauft. Während neue Gen­er­a­tio­nen von Gestal­tern immer wieder das ent­decken, was die Gen­er­a­tion vor ihnen ger­ade wegge­wor­fen hat, wird eine ehe­ma­lige Trend­schrift wie Meta nach genü­gend Zeit und Gebrauch irgend­wann zum Stan­dard und damit für Anwen­dun­gen frei, die alles andere als modisch sind. So diese Fas­sadenbeschrif­tung in Dublin.

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Die große Beschrif­tung an der Hauswand ist offen­sichtlich schon etwas älter und handgemacht. Als nun diese Schrift auch für die bei­den neueren Schilder über den Läden im Erdgeschoss benutzt wer­den sollte, haben sich zwei Schriften­maler daran ver­sucht und sind zu unter­schiedlichen Ergeb­nis­sen gekom­men. Einer nahm die Meta als Vor­lage und hat sie sich recht ordentlich angeeignet; das ist Messrs Maguire auf dem grü­nen Schild.

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Der andere Schil­der­maler hat offen­sichtlich diese erste Kopie zur Vor­lage genom­men und sie wiederum abge­malt. Dabei hat sich die Schrift noch etwas weiter von der ursprünglichen Vor­lage ent­fernt.
Die Met­all­buch­staben sind hinge­gen nach dig­i­talen Daten ange­fer­tigt und recht gut getrof­fen. Ich weiss nie, ob ich angesichts solcher Anwen­dun­gen meiner Schriften lachen oder weinen soll. Auf jeden Fall beweisen sie, dass die Meta keine Design­er­schrift mehr ist für beson­ders wertvolle Zwecke. Ein handge­maltes Schild für ein Pub in Dublin macht die Schrift zwar noch nicht zum Klas­siker, holt sie aber auf jeden Fall auf den Boden des All­t­ags. Und da gehört eine Textschrift ja auch hin.

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by erik
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29. 12. 07

Dublin Type 2

Die Kunst, far­bige Beschrif­tun­gen von Hand zu malen oder drei­di­men­sion­ale Buch­staben in Fas­saden zu schnei­den oder zu meis­seln ist so gut wie aus­gestor­ben. Selb­stk­lebende Plas­tik­buch­staben haben Schilder ersetzt mit selb­s­ter­dachten Buch­staben aus Fan­tasi­eschriften, die es in keinem Font­Book gibt.

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Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die restlichen handgemachten Schilder auch von den Häusern in Dublin ver­schwun­den sein wer­den. Diese hier habe ich neulich dort fotografiert.

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Uncialschriften bes­tim­men den Stil irischer Hand­schriften seit lange vor Guten­berg. Sie sehen allerd­ings weniger überzeu­gend aus, wenn sie allen­thal­ben angewen­det wer­den, wo es um den „echten“ irischen Stil gehen soll. (Übrigens: diese Ver­sion der Quay Sans sieht ziem­lich merk­würdig aus.) Vielle­icht wird es mal Zeit für einen Work­shop zur Ermit­tlung der wirk­lichen irischen typografis­chen Identität.

 

by erik
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25. 11. 07

FF Meta Serif 1.0

Im April war ich so leichsin­nig gewe­sen, die Meta Serif anzukündi­gen. Es hat natür­lich länger gedauert, weil der Teufel eben im Detail steckt. Inzwis­chen ist an ver­schiede­nen Stellen soviel gesagt wor­den, dass ich nur noch auf die Quellen hin­weisen muss:

FF Meta Serif auf Typophile
FF Meta Serif auf I Love Typog­ra­phy
FF Meta Serif auf Chez Porchez,
und ein Artikel mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen:
FF Meta Serif auf Unzipped,
und natür­lich FF Meta Serif auf FontShop News.
Am Anfang war – wie immer – das Font­Blog:
anmarsch
count­down
ver­gle­ich
glyphen­poster
welche Meta
gute noten
mak­ing of

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by erik
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