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Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek zeigt eine virtuelle Ausstellung, die unsere Kulturgeschichte erzählt aus dem Blickwinkel von Schrift und Buch bis zur digitalen Netzwelt.

Christoph Heger hat mich in der P98a Werkstatt besucht und ein Interview gefilmt. Es ist im Kapitel Schrift gestalten zu sehen, in dem auch andere Schriftentwerfer zu Worte kommen. Mit Erlaubnis des Museums darf ich das Video auch hier zeigen.

Kosmischer Film

Erik van Blokland’s Filmchen für seine FF Kosmik ist 20 Jahre alt. Michael Müller-Hillebrand hat sich die Mühe gemacht die originale Floppy in einem alten Mac zu öffnen und den Film ins aktuelle MP4 Format zu konvertieren.

Ab heute mit Echtschrift

Es funktioniert schon seit einiger Zeit und seit heute auch im Spiekerblog: eigene Schriften anstatt Systemfonts.

Die Texte sind aus der Espi Slab Regular, die Headlines aus der Espi Sans Bold, die Twitter Feeds aus Espi Sans Regular und Bold. Espi ist Edenspiekermanns Hausversion der FF Unit und FF Unit Slab. Alles über Typekit realisiert.

Marcus Scheller hat es gemacht.

Echte Schrift kann man jetzt auch auf der Edenspiekermann Website sehen.

Drei Drei Drei

3
Die menschliche Fähigkeit Fehler zu machen ist unbegrenzt. Auf diesem Tankstellenschild sind sechs Dreien abgebildet. Warum nur sind die untersten drei auf dem Kopf, während die anderen richtig dargestellt sind?
Das Bild hat mir Bill Hill aus San Francisco geschickt.

Deutsche Bahn, vorher/nachher

DB_lok
Der Vergleich ist ein wenig unfair: früher waren die Loks der Bahn rot mit einem Blaustich, Himbeer genannt. Ausgeblichen wirkt die Farbe nicht sehr elegant. Die neue Lok ist Verkehrsrot lackiert, knallrot im Volksmund. Wie diese Farbe in ein paar Jahren aussehen wird, wissen wir nicht. Aber auch die alte Helvetica der Bundesbahn ist in die Jahre gekommen: viel zu eng gesetzt und sehr behäbig wirkend. Die DB Type hingegen kennzeichnet die Lok so eindeutig, dass sie ohne Logo auskommt. Rot und Schrift reichen als Markenkennung der Deutschen Bahn.

Arial nein und Arial ja

Arial ist eine hässliche Schrift, da sind sich die meisten Gestalter einig. Es gibt für Nichtgestalter allerdings immer noch genügend praktische Gründe, sie als Nicht-Schrift für alles mögliche zu nehmen.
Warum es jedoch immer häufiger vorkommt, dass aufwendige Beschriftungen aus Metall, Stein oder anderem langlebigen Material auch nur diese dumme Systemschrift verwenden, ist mir ein Rätsel.
mexico_arial

Die angemessene Verwendung ist hier zu sehen: Inflationsgeld aus Zimbabwe. Bei der geringen Haltbarkeit wäre jede andere Schrift eine Beleidigung.
100Billion_arial