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Spiekerblog
 

20. 04. 08

Gutenberg im BBC

Jetzt ist der Film von Stephen Fry by YouTube angekom­men. Der Film wurde let­zte Woche von der BBC gesendet und ist auch online vorhan­den, aber nur auf der Insel zu sehen. Und jetzt hier im ersten von sechs Teilen:

http://www.youtube.com/watch?v=91smRXrEPRs

 

by erik
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17. 04. 08

34. William A. Dwiggins Lecture

Es ist schon wieder eine Woche her, dass ich einen Vor­trag gehal­ten habe in der Boston Pub­lic Library. Ganz offiziell war es die 34. Dwig­gins Lec­ture. Wäre sonst nicht weiter erwäh­nenswert (außer, dass es natür­lich eine große Ehre war), aber kaum hatte ich das erste Bild auf der Lein­wand, da ging der Feuer­alarm los.

boston_lecture.jpg

Und wir mussten tat­säch­lich das Audi­to­rium räu­men! Draußen der für die USA übliche Riese­naufwand an Hard­ware – Leit­er­wa­gen, Spritzen­wage, Sire­nen, dutzende Feuer­wehrmän­ner mit Hel­men und Äxten – bis sich nach weni­gen Minuten her­ausstellte, dass irgendwo nur eine Mikrow­elle etwas überhitzt war.

Nick Sher­man hat den Moment des Alarms gefilmt. Auch das kleine Bild hier ist von Nick. Ich habe es ein­fach von seiner Flickr-Seite kopiert. Für den Abend habe ich ein Plakat ent­wor­fen und eine Ein­ladungskarte. Die ist hier unten abge­bildet. Das PDF, das zum Drucker ging, ist unter down­loads zu haben.

dwiggins.jpg

 

by erik
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30. 12. 07

Neue Euros, altes System

Am 1. Jan­uar führen zwei weit­ere Staaten (Zypern und Malta) den Euro ein. Die Vorder­seiten der Münzen unter­schei­den sich kaum von denen in anderen Staaten, während die Rück­seiten nationalen Sym­bolen vor­be­hal­ten sind.

Mir fällt bei dieser Gele­gen­heit ein, dass ich 1999, also vor der Ein­führung des Euro als europäis­ches Zahlungsmit­tel, vom Nachricht­en­magazin Der Spiegel gebeten wurde, meine eige­nen Ideen zur Gestal­tung der Münzen vorzustellen. Auch einige andere Gestal­ter wur­den dazu gebeten, aber deren Vorschläge kann ich nicht zeigen, weil ich keine Daten dazu habe.
Mir fiel damals auf, wie wenig sys­tem­a­tisch die neuen Münzen gestal­tet wor­den waren. Zwar gab und gibt es drei ver­schiedene Met­alle und etliche ver­schiedene Größen sowie unter­schiedliche Rän­der, aber von einem Sys­tem kann man nicht sprechen. Viel schlim­mer ist jedoch, dass man bis heute viele der Münzen nur beim genauen Hin­se­hen unter­schei­den kann. Eigentlich sollte man doch schon in der Hosen­tasche sein Klein­geld sortieren kön­nen und es dann auch im Dunkeln immer richtig abzählen.

euro_alt.jpg

Wie man sieht, sind alle Münzen ein wenig unter­schiedlich groß, aber nicht unter­schiedlich genug um es durch bloßes Fühlen zu erfassen. Das 2-Euro Stück ist 25,75 mm im Durchmesser, die 50-Cent Münze kaum wenig kleiner mit 24,25 mm, während das 1-Euro Stück selt­samer­weise kleiner als diese ist, näm­lich 23,25 mm. Auch das 5-Cent Stück ist mit 21,25 mm größer als die wertvollere 10-Cent Münze mit 19,75 mm. Die unter­schiedliche Met­alle lassen sich nur im guten Licht unterscheiden.

Das 20-Cent Stück hat als einzige Münze einen anders geprägten Rand, ist aber selbst dadurch kaum vom fast gle­ich großen 5-Cent Stück zu unter­schei­den. Geprägte Lin­ien sind mal links, mal rechts und mal schräg ange­ord­net, aber zu dünn und zu nahe beieinan­der um durch Fühlen einen Hin­weis auf den Münzw­ert zu geben. Der Umriss Europas ist eher Augen­pul­ver und poli­tisch motiviert als zur Unter­schei­dung nützlich.

Die Rück­seiten der Münzen sind von Land zu Land ver­schieden, was immer­hin inter­es­sant ist, aber nicht hilft, die einzel­nen Werte auseinan­der zu halten.

coins01.gif

coins02.gif

Ich habe zuerst die Grup­pen unter­schieden: Einer-, Zweier– und Fünfer-Münzen.
Die Einer, also die 1-Euro Münze, das 10-Cent und das 1-Cent Stück, sind ein­fach rund und jew­eils 20% kleiner. Wenn mein Euro also 23,25 mm groß wäre wie der jet­zige, dann wären 10 Cent 18,50 mm im Durchmesser (unge­fähr so groß wie das jet­zige 2-Cent Stück) und 1 Cent noch 16,50 mm – jetzt ist es 16,25 mm groß.
coins03.gif
Die Zweier, also 2-Euro, 20 Cent und 2 Cent sind achteckig, mit stark abgerun­de­ten Ecken und dadurch schon durch Fühlen unter­schei­d­bar. Die Durchmesser sind wie die der run­den Münzen, wirken in der Hand aber etwas mächtiger und sind auch schw­erer bei gle­icher Dicke wie die Einer.
Die Fün­fer sind auch rund wie die Einer, aber etwas dicker und haben ein Loch in der Mitte wie einige skan­di­navis­chen Münzen. Ein 5-Euro Stück gibt es noch nicht, dieses Sys­tem sieht es den­noch vor, denn es macht Sinn. Das Loch in der Münze lässt sich mit den Fin­gern erfühlen und ist auch in der Drauf­sicht ein­deutig.
Neben diesen Unter­schei­dun­gen in Form und Größe lässt sich der Münzw­ert auch an waagerechten Lin­ien erken­nen, derer es eine, zwei oder fünf gibt (!) Die drei Euro Münzen sind aus Sil­ber, die 50, 20 und 10-Cent Stücke aus „Nordis­chem Gold“ und die drei kleinen Münzen aus Kupfer, wie jetzt auch.

Auf den ersten Blick mögen diese Münzen etwas kahl wirken. Sicher­lich ist die heutige Gestal­tung wieder ein Kom­pro­miss wie der bei den Geld­scheinen. Nichts darf erkennbar als nationales Sym­bol sein und alle Staaten wollen sich wiederfinden. Umso mehr erstaunt mich die Abbil­dung mit einem Europa-Umriss. Das ist erstens geografisch heikel, weil der Kon­ti­nent keine Insel ist und keine klaren Kon­turen hat. Und poli­tisch ist das zweit­ens unge­nau, denn die Land­karte schließt auch die Län­der ein, die nicht zur EU gehören. Und wo hört Europa hier auf? Im Osten und im Nor­den fehlt einige Land­masse und die kleineren Inseln der Balearen sind dem Maßstab zum Opfer gefallen.
Klare Zif­fern und Buch­staben sind nicht nur ein­deutiger, son­dern helfen auch beim Zählen. Und für griechis­che und kyril­lis­che Buch­staben wäre auch noch Platz.

Meine Vorschläge für die Rück­seiten will ich später zeigen. Hier nur noch zwei Ren­der­ings von 1999.

euros_erik_vorn.jpg

 

by erik
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05. 12. 07

Spiekermann speaks

Anlässlich meines Vor­trages in Wien neulich hat unser Kol­lege Markus Hanzer unseren gemein­samen Fre­und Wal­ter Bohatsch und mich inter­viewed und dabei gefilmt.
picture_1.png

stadtgespraeche.com

 

by erik
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01. 12. 07

Königlicher Gestalter

Aus­gerech­net mir muss das passieren: obwohl ich die Monar­chie (selst die kon­sti­tu­tionelle wie im Vere­inigten Kön­i­gre­ich) für albern halte, habe ich mich nicht gewehrt, als mir diese Woche in Lon­don der Titel des Hon­orary Royal Designer for Indus­try ver­liehen wurde. Nur ehren­hal­ber, denn richtige RDIs kön­nen nur Leute mit britis­chem Pass werden.

Die von Hand geset­zte und im Buch­druck gedruckte Urkunde muss ich als Beweis­ab­bil­dung noch scan­nen, deshalb vorab nur ein Foto meiner Tis­chkarte für das Din­ner bei der Royal Soci­ety for the encour­age­ment of Arts, Man­u­fac­tures & Com­merce.
rsa_card.jpg

Mehr Infor­ma­tio­nen in diesem PDF:

RDInfo_2007.pdf

Ich hatte ja angekündigt, dass ich von nun an alles pub­lizieren würde.

 

by erik
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29. 11. 07

Man kann nicht nicht kommentieren

Wie ich aus eini­gen Emails erfahren habe, ist die Kom­men­tar­funk­tion zur Zeit nicht in Ord­nung.
Offen­sichtlich sind seit der Instal­la­tion von MT 4.0 entweder einige Plug-ins nicht mehr aktiv oder es gibt Prob­leme mit dem Update an sich. Das wer­den wir die näch­sten Tage raus­finden, so oder so.
Bis dahin schickt Kom­mentare ein­fach an mich per Email.

 

by erik
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14. 08. 07

Viva España oder wie?

spanienlogo.gif

Wie mir Alexis aus Spanien ger­ade schreibt,
hat die spanis­che Regierung das Ergeb­nis
eines Wet­tbe­werbes bekan­nt­gegeben zur
Gestal­tung eines Logos für die Regierung.
Der erste Preis aus 320 Ein­sendun­gen wurde
mit 12.000 Euro belohnt und soll real­isiert wer­den.
Hier links ist das neue Regierungsl­ogo zu sehen,
dessen Umset­zung unter pro­fes­sionellen Stu­dios
aus­geschrieben wer­den soll. Wer spanisch kann,
darf hier nachlesen:

Das Logo der deutschen Bun­desregierung
kam auch aus einem Wet­tbe­werb für Stu­den­ten,
den Lisa Eidt und Jür­gen Huber gewan­nen.
Die bei­den kamen dann zu MetaDe­sign,
wo wir aus den Logos ein kom­plettes
Erschei­n­ungs­bild machten. Die Schrift war
damals Tran­sit, wurde dann aber von der
Schröder­schen Agen­tur Odeon Zwo durch Univers
ersetzt, mit dem Hin­weis, die Regierung kön­nen
doch nicht die gle­iche Schrift haben wie die BVG
in Berlin. Offen­sichtlich hiel­ten sie die schmale
Univers für origineller.

Alexis hat sofort gewusst, woher er dieses Logo
kan­nte und aus ihm und dem Orig­i­nal ein neues
Sym­bol der spanisch-deutschen Zusam­me­nar­beit
gebastelt:

logobiernos.gif

 

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08. 06. 07

Urlaubsende

Nach fast zwei Wochen ist der Geburt­stag­surlaub vor­bei. Das mis­er­able Wet­ter hat dafür gesorgt, dass die Toskana noch im Juni grün ist. Der Haupt­grund, doch alle Jahre wieder hier­her zu fahren, sind für mich die Zypressen, die typografis­chen Bäume. Ent­lang den hor­i­zon­talen Lin­ien der Land­schaft set­zen sie ver­tikale Akzente – schwarze Striche am Horizont.

toscana.jpg

 

by erik
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01. 06. 07

Geburtstagsgrüße

Die vie­len per­sön­lichen, orig­inellen, analo­gen, elek­tro­n­is­chen Grüße, Karten, Emails, Anrufe, SMS, Briefe und Pakete kann ich lei­der nicht alle zeigen. Zwei sollen hier stel­lvertre­tend zeigen, wie ein­fall­sre­ich meine Fre­unde sind.

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Markus Hanzer erin­nert daran, dass Zwill­inge sowieso zwei Leben haben, ich also eigentlich erst 30 bin, wenn auch zweimal.

kristin60.jpg

Und Kristin Laufer schickte mir ein Bild, das wir alle ken­nen: der gelbe Zettel auf dem Bild­schirm. Ana­log meets digital!

Danke an die bei­den und alle anderen, die offen­sichtlich ihre Daten besser im Griff haben als ich. Denn ich ver­passe fast alle Geburt­stage, selbst die von anderen Zwill­in­gen. Übrigens hatte Markus am 31. Mai Geburtstag.

 

by erik
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28. 05. 07

Geburtstag

Viele meiner Fre­unde wis­sen es:
Am 30. Mai des Jahres werde ich 60. Um Mil­itär­pa­raden, pein­liche Ansprachen und Ehrun­gen durch die falschen Poli­tiker zu ver­mei­den, werde ich an dem Tag und eini­gen anderen in Ital­ien sein. Am 9. Juni sind wir zurück, und eine richtige Party wird es auch geben. Mehr dazu an anderer Stelle.

 

by erik
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