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Spiekerblog
 

23. 05. 09

Titelseite der FAZ

Unser Thema, Kom­mu­nika­tions­de­sign, wird sel­ten erwähnt in der Presse, die ja selbst eines der Gegen­stände dieses Berufes ist. Irgend­je­mand hat schließlich auch die FAZ gestal­tet. Diese hat nun zur Feier des 60. Geburt­stages der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land eine ganze Beilage der Rubrik Bilder und Zeiten diesem Thema gewid­met. Dort wird Das „Gesicht des neuen Deutsch­land“ beschrieben und mit diesem Satz ein­geleitet:
Unsere wahren Leit­sys­teme sind die Bilder der All­t­agswelt. In sechzig Jahren Bun­desre­pub­lik haben die Designer mehr für das Selb­stver­ständ­nis der Deutschen getan als alle anderen Berufsgruppen…

Unter den Abbil­dun­gen ist auch das Schrift­sys­tem, das ich mit Chris­t­ian Schwartz ent­wor­fen habe und das mit dem Bun­de­spreis aus­geze­ich­net wor­den ist, weil es einen „wesentlichen Beitrag zur visuellen Kul­tur des Lan­des darstellt“, so die Jury damals.

Die Titel­seite der FAZ vom 23. Mai 2009 zeigt ein Foto eines Auss­chnittes des Berliner U– und S-Bahn-Planes, „nach einem Entwurf von Erik Spiek­er­mann“. Das ist richtig, aber nicht die ganze Wahrheit. Ich leit­ete 1990 das Team, das das Leit­sys­tem der BVG für das wiedervere­inigte Berlin gestal­tete und legte die wesentlichen Para­me­ter fest, wie Schriften, Signets, Darstel­lungs­form und Haus­far­ben. Die Reinze­ich­nung der „BVG-Spinne“, wie sie im Volksmund heißt, erledigte damals Brigitte Hartwig, heute Pro­fes­sorin in Dessau. Die aktuelle Ver­sion dieses Dia­gramms (es ist kein Stadt­plan) gibt es bei der BVG zum Down­load.
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by erik
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07. 05. 09

Porzellan auf Papier

Wir haben einen kleinen Film gemacht über die neuen Druck­sachen für Her­ing Berlin:

Porce­lain on Paper from erik spiek­er­mann on Vimeo.

 

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16. 03. 09

Abgewrackt

Mit dem Frack rad­fahren? Oder nicht richtig aufgepasst beim Lesen der Nachrichten?
abfrack

 

by erik
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10. 12. 08

Farbe des Jahres

Ich habe nie viele Far­ben ver­wen­det jen­seits der typografis­chen Klas­siker Schwarz und Rot. Vor zwanzig Jahren allerd­ings, als Alex Branczyk und ich Logo etc für FontShop ent­war­fen, dachten wir, dass Schwarz und Weiß recht gut das dig­i­tale Prinzip sym­bol­isieren kön­nten, genauso wie den Prozess, der in einem Laser­be­lichter abläuft. Schwarz und Weiß alleine war aber zu unschein­bar, also nah­men wir Gelb dazu. Die Far­bkom­bi­na­tion ist inzwis­chen in Fachkreisen zu bekannt für FontShop und seine Pro­dukte, z.B. die Font­Font Schriften­bib­lio­thek, als dass wir sie je ändern kön­nten bei einem Rebranding.

Schön zu erfahren, dass unsere dama­lige Farb­wahl endlich anerkannt wird, sogar durch Pan­tone ganz offiziell.

 

by erik
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09. 12. 08

WordPress

Wie selbst ein gele­gentlicher Besucher auf diesen Seiten gemerkt haben wird, bin ich zu Word­Press überge­laufen. Wir arbeiten damit bei Spiek­er­man­nPart­ners und ich kon­nte deshalb Mar­cus Scheller einspan­nen, der die meis­ten alten Inhalte importiert und alles pro­gram­miert hat. Einige For­matierun­gen müssen noch ein wenig überar­beitet wer­den und alle Down­loads sind im Datenäther ver­schwun­den, bzw, auf unserem server irgendwo ver­steckt. Ich muss also „nur noch“ alles finden und neu laden.

Nun hat es ein halbes Jahr gedauert, bis hier­her zu kom­men, also kann es noch etwas länger dauern. Ich hoffe auf die unver­mei­dliche Pause zwis­chen den Jahren um alles aufzuräu­men und etwas mehr über Word­Press zu lernen.

Es ist immer noch der einzige Weblog, der von einer Per­son in zwei Sprachen geschrieben wird. Oder?

 

by erik
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27. 05. 08

Alles neu

macht der Mai. Bisher jedoch nicht. Seit ich wieder in Europa bin, habe ich viele Bilder gemacht für etliche Blog­beiträge. Aber alle ruhen noch auf meiner Fest­platte und jetzt ist zunächst die TypoBer­lin angesagt.

 

by erik
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20. 04. 08

Gutenberg im BBC

Jetzt ist der Film von Stephen Fry by YouTube angekom­men. Der Film wurde let­zte Woche von der BBC gesendet und ist auch online vorhan­den, aber nur auf der Insel zu sehen. Und jetzt hier im ersten von sechs Teilen:

http://www.youtube.com/watch?v=91smRXrEPRs

 

by erik
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17. 04. 08

34. William A. Dwiggins Lecture

Es ist schon wieder eine Woche her, dass ich einen Vor­trag gehal­ten habe in der Boston Pub­lic Library. Ganz offiziell war es die 34. Dwig­gins Lec­ture. Wäre sonst nicht weiter erwäh­nenswert (außer, dass es natür­lich eine große Ehre war), aber kaum hatte ich das erste Bild auf der Lein­wand, da ging der Feuer­alarm los.

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Und wir mussten tat­säch­lich das Audi­to­rium räu­men! Draußen der für die USA übliche Riese­naufwand an Hard­ware – Leit­er­wa­gen, Spritzen­wage, Sire­nen, dutzende Feuer­wehrmän­ner mit Hel­men und Äxten – bis sich nach weni­gen Minuten her­ausstellte, dass irgendwo nur eine Mikrow­elle etwas überhitzt war.

Nick Sher­man hat den Moment des Alarms gefilmt. Auch das kleine Bild hier ist von Nick. Ich habe es ein­fach von seiner Flickr-Seite kopiert. Für den Abend habe ich ein Plakat ent­wor­fen und eine Ein­ladungskarte. Die ist hier unten abge­bildet. Das PDF, das zum Drucker ging, ist unter down­loads zu haben.

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by erik
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30. 12. 07

Neue Euros, altes System

Am 1. Jan­uar führen zwei weit­ere Staaten (Zypern und Malta) den Euro ein. Die Vorder­seiten der Münzen unter­schei­den sich kaum von denen in anderen Staaten, während die Rück­seiten nationalen Sym­bolen vor­be­hal­ten sind.

Mir fällt bei dieser Gele­gen­heit ein, dass ich 1999, also vor der Ein­führung des Euro als europäis­ches Zahlungsmit­tel, vom Nachricht­en­magazin Der Spiegel gebeten wurde, meine eige­nen Ideen zur Gestal­tung der Münzen vorzustellen. Auch einige andere Gestal­ter wur­den dazu gebeten, aber deren Vorschläge kann ich nicht zeigen, weil ich keine Daten dazu habe.
Mir fiel damals auf, wie wenig sys­tem­a­tisch die neuen Münzen gestal­tet wor­den waren. Zwar gab und gibt es drei ver­schiedene Met­alle und etliche ver­schiedene Größen sowie unter­schiedliche Rän­der, aber von einem Sys­tem kann man nicht sprechen. Viel schlim­mer ist jedoch, dass man bis heute viele der Münzen nur beim genauen Hin­se­hen unter­schei­den kann. Eigentlich sollte man doch schon in der Hosen­tasche sein Klein­geld sortieren kön­nen und es dann auch im Dunkeln immer richtig abzählen.

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Wie man sieht, sind alle Münzen ein wenig unter­schiedlich groß, aber nicht unter­schiedlich genug um es durch bloßes Fühlen zu erfassen. Das 2-Euro Stück ist 25,75 mm im Durchmesser, die 50-Cent Münze kaum wenig kleiner mit 24,25 mm, während das 1-Euro Stück selt­samer­weise kleiner als diese ist, näm­lich 23,25 mm. Auch das 5-Cent Stück ist mit 21,25 mm größer als die wertvollere 10-Cent Münze mit 19,75 mm. Die unter­schiedliche Met­alle lassen sich nur im guten Licht unterscheiden.

Das 20-Cent Stück hat als einzige Münze einen anders geprägten Rand, ist aber selbst dadurch kaum vom fast gle­ich großen 5-Cent Stück zu unter­schei­den. Geprägte Lin­ien sind mal links, mal rechts und mal schräg ange­ord­net, aber zu dünn und zu nahe beieinan­der um durch Fühlen einen Hin­weis auf den Münzw­ert zu geben. Der Umriss Europas ist eher Augen­pul­ver und poli­tisch motiviert als zur Unter­schei­dung nützlich.

Die Rück­seiten der Münzen sind von Land zu Land ver­schieden, was immer­hin inter­es­sant ist, aber nicht hilft, die einzel­nen Werte auseinan­der zu halten.

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Ich habe zuerst die Grup­pen unter­schieden: Einer-, Zweier– und Fünfer-Münzen.
Die Einer, also die 1-Euro Münze, das 10-Cent und das 1-Cent Stück, sind ein­fach rund und jew­eils 20% kleiner. Wenn mein Euro also 23,25 mm groß wäre wie der jet­zige, dann wären 10 Cent 18,50 mm im Durchmesser (unge­fähr so groß wie das jet­zige 2-Cent Stück) und 1 Cent noch 16,50 mm – jetzt ist es 16,25 mm groß.
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Die Zweier, also 2-Euro, 20 Cent und 2 Cent sind achteckig, mit stark abgerun­de­ten Ecken und dadurch schon durch Fühlen unter­schei­d­bar. Die Durchmesser sind wie die der run­den Münzen, wirken in der Hand aber etwas mächtiger und sind auch schw­erer bei gle­icher Dicke wie die Einer.
Die Fün­fer sind auch rund wie die Einer, aber etwas dicker und haben ein Loch in der Mitte wie einige skan­di­navis­chen Münzen. Ein 5-Euro Stück gibt es noch nicht, dieses Sys­tem sieht es den­noch vor, denn es macht Sinn. Das Loch in der Münze lässt sich mit den Fin­gern erfühlen und ist auch in der Drauf­sicht ein­deutig.
Neben diesen Unter­schei­dun­gen in Form und Größe lässt sich der Münzw­ert auch an waagerechten Lin­ien erken­nen, derer es eine, zwei oder fünf gibt (!) Die drei Euro Münzen sind aus Sil­ber, die 50, 20 und 10-Cent Stücke aus „Nordis­chem Gold“ und die drei kleinen Münzen aus Kupfer, wie jetzt auch.

Auf den ersten Blick mögen diese Münzen etwas kahl wirken. Sicher­lich ist die heutige Gestal­tung wieder ein Kom­pro­miss wie der bei den Geld­scheinen. Nichts darf erkennbar als nationales Sym­bol sein und alle Staaten wollen sich wiederfinden. Umso mehr erstaunt mich die Abbil­dung mit einem Europa-Umriss. Das ist erstens geografisch heikel, weil der Kon­ti­nent keine Insel ist und keine klaren Kon­turen hat. Und poli­tisch ist das zweit­ens unge­nau, denn die Land­karte schließt auch die Län­der ein, die nicht zur EU gehören. Und wo hört Europa hier auf? Im Osten und im Nor­den fehlt einige Land­masse und die kleineren Inseln der Balearen sind dem Maßstab zum Opfer gefallen.
Klare Zif­fern und Buch­staben sind nicht nur ein­deutiger, son­dern helfen auch beim Zählen. Und für griechis­che und kyril­lis­che Buch­staben wäre auch noch Platz.

Meine Vorschläge für die Rück­seiten will ich später zeigen. Hier nur noch zwei Ren­der­ings von 1999.

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by erik
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05. 12. 07

Spiekermann speaks

Anlässlich meines Vor­trages in Wien neulich hat unser Kol­lege Markus Hanzer unseren gemein­samen Fre­und Wal­ter Bohatsch und mich inter­viewed und dabei gefilmt.
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stadtgespraeche.com

 

by erik
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