Bauhaus Archiv & Spiekermann

Als Belohnung für den deutschen Designpreis für mein Lebenswerk durfte ich eine Ausstellung einrichten im Bauhaus Archiv in Berlin. Am Ende war das fast eine Strafe, denn es artete doch in Arbeit aus. Mein Archiv hat den Namen nicht verdient, doch am Ende haben wir etwas zusammengestückelt, das zumindest zur Eröffnung 700 Besucher anzog – soviel kommen sonst nicht in diese heiligen Hallen. Mein Glück war, dass Lars Krüger an der FH Düsseldorf seine Diplomarbeit über die Gestaltung der BVG von 1983 bis 1993 macht. Lars hat am meisten gesammelt und aufbereitet und den interessantesten Teil der Ausstellung beigetragen. Fotos gibt es demnächst hier zu sehen, einige von der Eröffnung aber auch schon auf typografie.info
In der FAZ stand diese Besprechung:

4 comments

  1. Sind Sie das gewesen?

    Hehe:

    erik

    Allgemein gilt:

    alle schriften, die einem geometrischen prinzip folgen, sind nicht für den satz von texten geeignet. Das gilt für Avantgarde ebenso wie für Eurostile, Serpentine und Bauhaus. Und wer damit texte setzt ist kein typograf, sondern nur grafiker = 😎

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  3. Danke für die Anstrengungen, die in die Ausstellung gesteckt wurden, ein klares Pro für das Ergebnis … war sowohl zur Eröffnung wie später mit meiner Mutter da, und abgesehen von den flashback-Effekten für ältere Hasen (das Themenfeld Formulare zum Beispiel, durfte das ja auch mal beackern) waren die didaktischen Effekte auch nicht ohne: meine Mutter weiss jetzt jedenfalls um einiges genauer Bescheid darüber, was so Gegenstand „unserer“ Arbeit ist.

    Über den Sinn von »Werkcharakter« kann man lang hin- und her debattieren, die Ausstellung transportierte einen solchen jedenfalls ohne Mühen, mit dem leicht hemdsärmligen Charakter eines »work in progress«, sehr Spiekermannesque – nach meinem Gefühl ist da nichts Falsches dran, schliesslich ist es Design und nichts endgültig Abgeschlossenes, und ausserdem wirktest Du zur Eröffnung ja fit wie ein Turnschuh (äh, wegen »Lebenswerk«)… die Ästhetik hat mich auch an die Vor- und Früh-DTP Zeit erinnert, wo noch Arbeitsvorbereitung für das umsetzende Gewerbe, z.B. Setzer, betrieben wurde, und ich hab gerade diese entsprechenden Exponate, also Satzanweisungen, wie auch die Facsimiles der »Briefe an die Auftraggeber« sehr genossen, denk auch das hat was sehr Bildendes. Fazit: hat mir als Designer wie als Lokalpatriot gefallen, und noch mal Danke für die Namensnennung.

  4. erik spiekermann

    Wir hatten eine Woche Zeit, alles aufzubauen, und das auf eigene Kosten. Also habe ich entschieden, dass wir diese Low-Budget Veranstaltung als solche behandeln. Es gibt keine Inszenierung, keine versteckten Aufhängungen, Spiegel oder sonstige museale Tricks. Wo geklebt wurde, darf man das sehen, und wo meine Helfer geschnitten, aufgezogen und geschraubt haben, wird das auch nicht retuschiert oder übertüncht. Selbst mit diesen einfachen Mitteln wie Wellpappe kostet mich diese Ausstellung (um die ich mich nicht gerissen habe, sondern die jetzt quasi ein Geschenk an das Bauhaus-Archiv ist) ein kleines Vermögen. Da ohnehin nur Gestalter etwas anfangen können mit den Inhalten und sich meine Arbeit für ein Museum eigentlich nicht eignet, finde ich es nicht schlimm, wenn man sieht, wie es zusammengebastelt ist. Nichts darin ist wertvoll oder hat den Anspruch auf Kunst oder irgendeine kulturelle Überhöhung. Wer wissen will, wie wir arbeiten, der darf auch sehen, wie wir mit solchen Aufgaben umgehen.

    Lieblos war übrigens nichts. Ich habe mit studentischen Helfern gearbeitet, die zwar keine hohen Honorare verlangt haben, aber durchaus engagiert bei der Arbeit waren.

    Die englischen Bildunterschriften fehlen in der Tat noch. Das liefere ich nach. Ich habe ja nebenher auch noch ein Büro zu betreiben.

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